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Retail Trends: So verändert sich der Handel

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Die Corona-Pandemie hat die Welt verändert, der Handel befindet sich im Wandel. Fabian A. Derungs, Director Retail bei der H&B Real Estate, wagt einen Blick in die Zukunft und spricht über die fünf wichtigsten Trends im Retail und was sie für den Immobilien Markt, Eigentümer und Investoren bedeuten.

Shop Local:
Shop Local bedeutet, im Quartier einzukaufen und damit lokale Händler zu unterstützen. Die Gegenbewegung zum Online Shopping hat 2020 einen grossen Aufschwung erhalten. Während viele Menschen im Homeoffice waren, hat das Quartier und damit auch das lokale Einkaufen an Bedeutung gewonnen. Die Menschen entscheiden heute bewusster, wen sie durch ihre Kaufentscheidungen finanziell unterstützen wollen. Zudem hat die Pandemie bei vielen AKonsumenten ein Umdenken angeregt. Sie scheinen vermehrt Wert darauf zu legen, dort einzukaufen wo ihre politischen, sozialen und ökologischen Ideale wiederspiegelt werden. Wenn die Tendenz zum Homeoffice anhält, dann könnten Retailflächen in Quartieren eine Renaissance erleben. Das würde den Werterhalt von Liegenschaften fördern. Es lohnt sich also, bestehenden Mietern Sorge zu tragen.

(Instant) Grocery Delivery:
Fast-, On Demand- oder eben Instant Grocery Delivery heissen die Lieferangebote, welche sich rasant in immer mehr Grossstädten etablieren. Egal, wie man sie nennt, sie alle haben eins gemeinsam und zwar – wie es der Name schon sagt – extrem schnelle Lieferungen. Ein Anbieter in Zürich verspricht beispielsweise die Auslieferung der Bestellung in maximal zehn Minuten. Um solche Versprechen einhalten zu können, brauchen die Händler zentrale Standorte an strategisch wichtigen Orten. Für Eigentümer kann das bedeuten, dass sich schlechter sichtbare Flächen an guten Lagen vermieten lassen. Wichtig zu beachten ist hierbei, dass diese Lieferangebote zwei etwas aussergewöhnliche Bedürfnisse haben: Sie brauchen viel Strom, um Tiefkühlwaren zu kühlen und es braucht viel Platz für Velos.

Personalisierung:
Gemäss einer Studie von Forbes geben Verbraucher 48 Prozent mehr Geld aus, wenn das Einkaufserlebnis personalisiert ist. Online lassen sich die Angebote dank CRM-Systemen, Algorithmen und Datenanalyse sehr genau auf die Kunden zuschneiden. Im stationären Handel kommt es meiner Meinung nach vor allem auf den persönlichen Kontakt an. Es geht um einen echten Austausch und eine wahrhaftige Kundenbeziehung.

Pop-up-Läden:
Pop-up’s entstehen in der Regel in vorübergehend leerstehenden Geschäftsräumen. Wie der Name es schon sagt, tauchen diese Art von Läden innert kurzer Zeit auf und sind zeitlich begrenzt. Meiner Meinung nach, sind Pop-Ups eine gute Alternative, wenn dauerhafte Vermietungen einmal nicht möglich sind. Sie machen beispielsweise dann Sinn, wenn ein dauerhafter Mieter erst später einziehen kann, die Gebäude oder Räumlichkeiten ansonsten völlig unbelebt wären oder bevor Totalsanierungen anstehen. Pop-up-Läden sind aber nicht die Retter vom Retail, denn die Mieten sind in der Regel tiefer und es gibt häufige Mieterwechsel, was in hohen Vermarktungskosten resultiert.
 
Omnichannel Business:
Die meisten Kunden nutzen heute schon mehrere Kanäle, um eine Kaufentscheidung zu treffen. Omnichannel Business zielt darauf ab, dass sie beliebig zwischen online- und stationärem Handel sowie unterschiedlichen Kanälen wählen können. Im Bereich des stationären Retail kann das bedeuten, dass es eben nicht mehr darum geht, den grössten Laden zu haben, sondern eher darum, den Kunden genau den richtigen Shop in Ergänzung zu den restlichen Angeboten anzubieten. Spannend für den Retail ist hierbei, dass klassische Onlineunternehmen nun auch Flächen in Innenstädten suchen. Beispiele dafür sind Home24 in der Schweiz, Zalando in Deutschland oder Amazon in den USA.
 
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